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Turbulente Psyche[n]. Affekte und Kämpfe in der Pandemie.

Veranstaltungszelt

Weltweit sind Psyche[n] in heftigen Aufruhr geraten. Die Polypandemie – in der sich die Covid-19-Pandemie mit den Pandemien des Krieges, der femizidalen Gewalt und der Ausbeutung von Natur und Menschen verbindet – hat schlagartig deutlich und erfahrbar gemacht, dass es nur eine Welt gibt, auf der wir alle leben. Deshalb muss alles was wir denken und sagen auf dieses ganze „Wir“ bezogen sein: Es geht um’s Ganze.

Auf der Kulturellen Landpartie sind im Gasthof Meuchefitz die Stimmen von 12 Aktivist*innen und kritischen Theoretiker*innen aus vier Kontinenten der psychosozialen Ringvorlesung „Turbulente Psyche[n]. Affekte und Kämpfe in der Pandemie“ mit im Gepäck: In einer Welt, deren Herrschaft auf der changierenden Produktion von Ungleichheiten fußt, ist das “Wir“ immer fragmentarisch und momentan. Doch trotz der vertieften Ungleichheiten ist die Erfahrung der globalen Vulnerabilität etwas, hinter das man nicht mehr zurück kann. Es entwickelten sich Diskussionen, die sich auf die Suche nach einem anderen Zugang zur Welt und zu einem solidarischen „Wir“ begaben.

Der polypandemische Bruch gibt nun auch dem Wunsch, die „alte Normalität“ gar nicht mehr haben zu wollen, neuen Antrieb. Veränderung kann dann entstehen, wenn sich Wünsche und Gefühle verändern, wenn sich andere Subjektivierungsformen und Kämpfe entwickeln, die Angst und Ohnmacht bannen – weil sie die Sehnsucht nach lebenswahrenden, solidarischen Politiken, nach Beziehung, Reziprozität, Gerechtigkeit und Vielfältigkeit jenseits kapitalistischer Ausbeutung von Natur und Körpern wachrufen.

Ob die „Revolution für das Leben“ auch unter Bedingungen der Pandemie und des Krieges“ möglich ist? Im Vortrag möchte ich diese Frage diskutieren.

mit Julia Manek von medico international

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